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Infos rund um Rettungswesten

Eine Rettungsweste ist eine tragbare Weste, die eine Person im Wasser selbstständig in die Rückenlage dreht und den Kopf über Wasser hält, um die Atemwege freizuhalten. Diese Eigenschaft gilt auch, wenn die Person bewusstlos ist, weshalb solche Westen auch als ohnmachtssicher bezeichnet werden. 

Im Unterschied dazu ist eine Schwimmhilfe nur ein Hilfsmittel, um den Kraftaufwand beim Schwimmen zu reduzieren, sofern die Person bei Bewusstsein ist.

Eine Rettungsweste kann im Ernstfall Leben retten.

Auftriebsklassen

Anhand der Auftriebsklassen können Sie erkennen für welche Einsatzbereiche und Ansprüche eine Rettungsweste geeignet ist.  Diese Klassifizierung unterliegt einer allgemeinen europäischen Normung.

Im Bereich der Wasserwacht im Bayerischen Roten Kreuz kommen nur noch Westen mit der Auftriebsklasse "275 N" zur Anwendung.

50 N Schwimmhilfe

Nur für gute Schwimmer in kurzer Entfernung zum Ufer, Hilfe in der Nähe, nicht ohnmachtsicher.

100 N Rettungsweste

Nur für geschützte Gewässer und Binnenreviere, nur eingeschränkt ohnmachtssicher.

150 N Rettungsweste

Küstennahe und Hochseege-wässer - jedoch eingeschränkt für Träger schwerer Schutzkleidung.

275 N Rettungsweste

Hochsee, Berufsschifffahrt unter extremen Bedingungen, in fast allen Fällen ohnmachtsicher.

Die Lebensdauer von Rettungswesten ist nicht unbegrenzt.

Die Lebensdauer von Rettungswesten muss begrenzt werden, da das Material mit der Zeit ermüdet.
Die Lebensdauer von aufblasbaren Rettungswesten ist in der Regel auf zehn Jahre begrenzt worden. Voraussetzung für diese Zehn-Jahres-Frist ist jedoch eine regelmäßige Wartung der Geräte in einem Zeitabstand von höchstens zwei Jahren. Dieses Wartungsintervall wird für Rettungswesten, die in der Sportschifffahrt eingesetzt werden, dringend empfohlen.
Die Wartung muss entweder vom Hersteller oder durch eine von ihm autorisierte Fachfirma durchgeführt werden. Die erfolgte Wartung wird durch das Aufkleben der Service-Plakette dokumentiert, die wiederum das Datum der nächsten Inspektion anzeigt. 
Eine 2-jährige Wartung durch eine Wartungsstation kann in der Regel nur innerhalb von 9 Jahren nach Fertigungsdatum erfolgen. Innerhalb des 10. Jahres kann die Rettungsweste nur für 1 Jahr gewartet werden.
Nach zehn Jahren kann die Plakette durch eine jährliche Wartung jeweils für ein weiteres Jahr erworben werden. 
Die letzte mögliche Plakette im Rahmen der Wartung kann eine Rettungsweste im Alter von 14 Jahren erhalten. Ab dem Alter von zehn Jahren kann es notwendig werden, die Rettungsweste aus Sicherheitsgründen auszusondern. Ein entscheidender Grund hierfür ist, dass kunststoffbeschichtete Gewebe und Formteile mit wachsendem Alter Gefahr laufen, zu verspröden oder einzureißen. Damit wäre die Dichtigkeit des Schwimmkörpers nicht mehr gewährleistet. Alterungserscheinungen durch Umwelteinflüsse können auch bei allen übrigen
Baugruppen des Gerätes, zum Beispiel bei der Aufblasvorrichtung, zu Problemen führen.

(Auszug aus: Merkblatt des Fachverbandes Seenot-Rettungsmittel zur Lebensdauerbegrenzung und Wartung von Rettungswesten, Stand: September 2010)

Was können Sie für Ihre Sicherheit tun

Rettungswesten sollten vor jeder Fahrt auf ihren funktionstüchtigen Zustand geprüft werden. 
Sichten Sie dabei die Aussenhülle, Gurte, Schnürschnallen, CO2-Patrone und den Auslösemechanismus (grüne Anzeige!)

Aber nicht nur vor jeder Fahrt sollte die Rettungsweste einer Sichtkontrolle unterzogen werden. Auch mind. einmal jährlich sollte diese Kontrolle durch eine entsprechend eingewiesene Person durchgeführt und protokolliert werden.

Diese Unterweisung können wir Ihnen nach Rücksprache gerne anbieten.